Projektstrukturplan (PSP)
Hierarchische Gliederung eines Projekts in Teilaufgaben bis hinunter zu einzelnen Arbeitspaketen, als Grundlage für Termin-, Kosten- und Ressourcenplanung.
Der Projektstrukturplan zerlegt ein Gesamtprojekt schrittweise in kleinere, überschaubare Teile: von Projektphasen über Teilaufgaben bis hinunter zu Arbeitspaketen, der kleinsten Einheit, die noch als Ganzes geplant, terminiert und einer verantwortlichen Person zugeordnet werden kann.
Diese Zerlegung verschafft einen vollständigen Überblick über den gesamten Leistungsumfang eines Projekts. Nichts sollte doppelt auftauchen und nichts sollte fehlen, das Prinzip wird oft mit dem Kürzel MECE beschrieben: sich gegenseitig ausschließend, zusammen vollständig.
Auf Basis der Arbeitspakete lassen sich anschließend Termine, Kosten und benötigte Ressourcen realistisch schätzen, weil jedes Paket klein genug ist, um gut kalkulierbar zu sein. Der Projektstrukturplan bildet damit die Grundlage für Ablaufpläne, Netzpläne und letztlich für die Identifikation des kritischen Pfads.
Praxisbeispiel
Für die Einführung eines neuen ERP-Systems gliedert ein Unternehmen den Projektstrukturplan in die Teilaufgaben Anforderungsanalyse, Systemauswahl, Datenmigration, Schulung und Go-Live. Die Datenmigration wird weiter in Arbeitspakete wie Datenbereinigung, Testimport und finale Übernahme aufgeteilt.
So hilft Leanshift
Ein sauberer Projektstrukturplan zwingt dazu, ein großes Vorhaben in machbare Schritte zu zerlegen, bevor man loslegt, dieselbe Denkweise, die auch bei der schrittweisen Verbesserung von Prozessen hilft.
Häufige Fragen
Wie tief sollte ein Projektstrukturplan gegliedert werden?
So tief, bis jedes Arbeitspaket klar terminierbar, kalkulierbar und einer Person zuordenbar ist, oft drei bis vier Ebenen.
Wird der Projektstrukturplan nach Funktionen oder nach Phasen gegliedert?
Beides ist üblich, ebenso Mischformen, entscheidend ist, dass die gewählte Gliederung für das jeweilige Projekt übersichtlich bleibt.