Meilenstein
Definierter Kontrollpunkt im Projektverlauf mit messbarem Ergebnis, der Fortschritt sichtbar macht, aber selbst keine Dauer beansprucht.
Ein Meilenstein markiert ein Ereignis von besonderer Bedeutung im Projektablauf, etwa den Abschluss einer Planungsphase, die Freigabe eines Prototyps oder die Inbetriebnahme einer Anlage. Anders als eine normale Vorgangsdauer hat ein Meilenstein selbst keine Dauer, er ist ein Zeitpunkt, kein Zeitraum.
Meilensteine gliedern ein Projekt in überschaubare Abschnitte und schaffen feste Punkte, an denen Fortschritt objektiv geprüft werden kann. Sie eignen sich damit gut als Go- oder No-Go-Entscheidung: Erst wenn ein Meilenstein erreicht ist, startet die nächste Phase.
Für die Projektsteuerung sind Meilensteine besonders wertvoll, weil Abweichungen frühzeitig sichtbar werden. Wird ein Meilenstein verfehlt, lässt sich noch gegensteuern, bevor sich Verzögerungen über das gesamte Projekt aufsummieren und am Ende unbemerkt zum überschrittenen Liefertermin führen.
Praxisbeispiel
Ein Softwareprojekt definiert vier Meilensteine: Abschluss der Anforderungsanalyse in Woche 4, funktionsfähiger Prototyp in Woche 10, abgeschlossener Testlauf in Woche 16, Produktivstart in Woche 20. Wird Meilenstein zwei um zwei Wochen verfehlt, weiß das Team sofort, dass der Endtermin gefährdet ist.
So hilft Leanshift
Meilensteine schaffen die Ehrlichkeit, die kontinuierliche Verbesserung braucht: Sie zeigen früh, wo ein Vorhaben tatsächlich steht, statt Probleme bis zum Schluss zu verstecken.
Häufige Fragen
Wie viele Meilensteine sollte ein Projekt haben?
Es gibt keine feste Zahl, sinnvoll ist meist ein Meilenstein pro wesentlicher Phase, oft zwischen drei und acht bei mittelgroßen Projekten.
Was passiert, wenn ein Meilenstein nicht erreicht wird?
Das Projektteam analysiert die Ursache und entscheidet, ob Ressourcen umverteilt, der Zeitplan angepasst oder der Umfang verändert werden muss.