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Automatisierung

Automatisierung bedeutet, dass Maschinen oder Software wiederkehrende Aufgaben eigenständig und ohne ständiges manuelles Eingreifen ausführen.

Automatisierung beschreibt den Einsatz von Technik, damit ein Ablauf ohne fortlaufende menschliche Steuerung abläuft. Ein System folgt dabei festen Regeln oder Algorithmen und führt eine Aufgabe immer wieder in der gleichen Weise aus. Das reicht von mechanischer Automatisierung, etwa einer Fertigungsstraße mit Robotern, bis zur digitalen Automatisierung, etwa einer Software, die Daten zwischen zwei Systemen überträgt. Gemeinsam ist beiden Formen, dass ein Mensch den Ablauf einmal definiert und die Ausführung danach eigenständig läuft.

Man unterscheidet grob zwei Stufen. Regelbasierte Automatisierung folgt einer festen Wenn-Dann-Logik und eignet sich für Aufgaben mit klar definiertem Ablauf, etwa das automatische Erstellen einer Rechnung aus einer Bestellung. KI-gestützte Automatisierung kann zusätzlich mit unklaren oder wechselnden Eingaben umgehen, zum Beispiel beim Einsortieren eingehender E-Mails nach Thema. Typische Einsatzfelder sind Fertigung (Robotik, Förderanlagen), Verwaltung (Rechnungsstellung, Datenabgleich) und IT (automatische Software-Updates, Überwachung von Systemen).

Automatisierung lohnt sich vor allem bei Aufgaben, die häufig, gleichartig und in großer Zahl anfallen. Sie bringt gleichbleibende Qualität, Geschwindigkeit und weniger Flüchtigkeitsfehler. Gleichzeitig braucht sie eine Anfangsinvestition, laufende Pflege und einen stabilen Ausgangsprozess. Wird ein instabiler oder fehleranfälliger Ablauf automatisiert, läuft der Fehler künftig nur schneller ab, statt zu verschwinden. Deshalb steht am Anfang meist eine Standardisierung des Ablaufs, erst danach folgt die Automatisierung.

Praxisbeispiel

Ein Handwerksbetrieb mit 15 Mitarbeitenden erstellt jede Woche rund 20 Rechnungen. Bisher hat eine Mitarbeiterin die Auftragsdaten von Hand aus dem Auftragssystem in eine Excel-Vorlage übertragen, das dauerte etwa 50 Minuten pro Woche und führte gelegentlich zu Zahlendrehern. Nach der Automatisierung zieht ein einfaches Skript die Daten direkt aus dem Auftragssystem und erstellt die Rechnungen als PDF, die Mitarbeiterin prüft sie nur noch kurz. Der Aufwand sinkt auf etwa 8 Minuten pro Woche, das entspricht rund 36 Stunden im Jahr, die für Kundengespräche und Angebotserstellung zur Verfügung stehen.

So hilft Leanshift

Automatisierung ist für dich ein klassischer Hebel, um Muda in Form von Warte- und Übertragungszeiten aus wiederkehrenden Abläufen zu entfernen. Im Sinne von Kaizen gilt dabei die Reihenfolge: Du verstehst und stabilisierst den Ablauf zuerst, dann automatisierst du ihn, sonst wird ein schlechter Prozess nur schneller schlecht ausgeführt. So gewinnst du Zeit für die Arbeit, die tatsächlich Wert schafft, ganz im Sinne von Verbessern, um mehr Verbesserer zu schaffen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Automatisierung und Digitalisierung?

Digitalisierung wandelt Informationen und Abläufe in digitale Form um, etwa ein Papierformular als Online-Formular. Automatisierung geht einen Schritt weiter und lässt eine Aufgabe ohne manuelles Eingreifen ausführen. Digitalisierung ist oft die Voraussetzung für Automatisierung, aber nicht dasselbe.

Sollte man jeden Prozess automatisieren?

Nein. Automatisierung lohnt sich bei häufigen, gleichartigen Aufgaben mit klar definiertem Ablauf. Bei seltenen oder stark schwankenden Aufgaben überwiegt oft der Aufwand für Einrichtung und Pflege den Nutzen. Ein instabiler Prozess sollte zuerst standardisiert werden, bevor er automatisiert wird.

Was unterscheidet klassische Automatisierung von KI-gestützter Automatisierung?

Klassische Automatisierung folgt festen Wenn-Dann-Regeln und funktioniert nur innerhalb genau definierter Fälle. KI-gestützte Automatisierung kann zusätzlich mit unklaren oder wechselnden Eingaben umgehen und Wahrscheinlichkeiten einschätzen, zum Beispiel beim automatischen Einordnen von Dokumenten oder beim Erkennen von Auffälligkeiten in Messdaten.